Schlafen wie ein Baby - das war einmal

Die Mütter- und Väterberatung des Zentrums für Soziales hat den bekannten Kinderarzt Dr. Sepp Holtz zu einem Vortrag zum Schlafverhalten von Säuglingen und Kleinkindern eingeladen.

Am 17. November 2021 referierte Dr. Sepp Holtz vor knapp 50 interessierten Teilnehmenden im Businesspark in Sursee. Dr. Holtz ist Entwicklungspädiater mit eigener Praxis in Zürich. Er ist auf zahlreichen Podcasts unter dem Namen «Familienbande» bei projuventute.ch zu hören.

Dr. Holtz erklärte auf eindrückliche Art, wie Eltern ihre Säuglinge und Kleinkinder beim Erlernen eines gesunden Schlafverhaltens begleiten können. Sehr hilfreich dabei sei das Führen eines Schlafprotokolls. Anhand davon wird der Schlafbedarf des betreffenden Kindes eruiert. Dieser kann sehr individuell sein. In einem weiteren Schritt wird die Zeit im Bett dem Schlafbedarf des Kindes angepasst. Weiter betonte der Kinderarzt, wie wichtig das Einschlafritual und auch die Einschlafhilfen sind. Die Hilfe, die das Kind zum Einschlafen benötigt, braucht es auch in der Nacht, wenn es aufwacht. Dr. Holtz zeigte einfühlsam, wie das Kind mehr Selbstständigkeit diesbezüglich erlernen kann. Originell waren die Lösungsvorschläge des Referenten. So fragte er zum Beispiel ein 4-jähriges Kind, welches Angst vor Monster hat, wovor denn das Monster wohl Angst habe. Das Kind wusste die Antwort prompt und somit wissen die Eltern jetzt, wie sie das Monster vertreiben können.

Der Kinderarzt und Familienvater zeigte einige Lösungsvorschläge auf. Es wurde aber auch sichtbar, dass Schlafprobleme des Kindes ganz schön an die Substanz der Eltern gehen können. Er zitierte Remo Largo (Schweizer Kinderarzt und Autor), welcher sagte, dass es für die Erziehung von Kindern ein ganzes Dorf brauche. Sich Hilfe zu holen, sei es zur Entlastung oder für eine Beratung, kann also durchaus angebracht sein. Die Mütter- und Väterberatung des Zentrums für Soziales bietet genau hier für die Einwohnenden der Mitgliedergemeinden ein vielseitiges Beratungsangebot. So können Eltern unkompliziert und direkt bei den Fachpersonen die individuelle Beratung in Anspruch nehmen.

Nach zwei Stunden waren die Eltern im Publikum um einiges Wissen bereichert, aber auch in ihrer wertvollen Arbeit bestärkt.